
| Haus Kraichtalblick - Abhängigkeitserkrankungen - Essstörungen - medizinische Abteilung - Kinder - Familientherapie - Freizeitangebote
Sucht ist eine Krankheit, die den ganzen Menschen erfasst. Deshalb ist unsere Therapie ganzheitlich ausgerichtet. Grundlage der Therapie ist strikte Abstinenz. Wir empfehlen, vor Beginn der Entwöhnungsbehandlung eine Entgiftung durchzuführen. Wenn dennoch zu Beginn Entzugserscheinungen auftreten, werden sie bei Bedarf medizinisch behandelt. In der Gruppen- und Einzeltherapie werden Ursachen und Bedingungen der Suchterkrankung untersucht. Neue Verhaltensweisen und Perspektiven werden entwickelt. In der Therapiegruppe entstehen rasch Vertrauen und gegenseitiger Respekt. Parallel zur psychotherapeutischen Arbeit beginnt die medizinische Diagnostik. Körperliche Folgeschäden, aber auch unabhängig bestehende Erkrankungen werden diagnostiziert und behandelt. So weit wie möglich werden hier auch physikalische Maßnahmen eingesetzt: Massagen, Bäder, Elektrotherapie, Kneippsche Anwendungen stehen zur Verfügung. Die Tanztherapie bietet die Möglichkeit, durch körperlichen Ausdruck über sich selbst Neues zu erfahren und neue Verhaltensweisen zu erproben. In der Beschäftigungstherapie können kreative Fähigkeiten (wieder)entdeckt werden. Bei der Beschäftigung mit verschiedenen Materialien und Techniken ist für jedes Interesse etwas dabei. Ein zentrales Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Um wieder fit für den Beruf zu werden, bestehen in der Arbeitstherapie Trainingsmöglichkeiten für viele Berufe. Für Patientinnen, die arbeitslos sind oder die sich beruflich neu orientieren wollen, kommen regelmäßig Berater der Agentur für Arbeit und der LVA in die Klinik. Gemeinsam mit den Agenturen für Arbeit in Baden-Württemberg werden Arbeitslosen besondere Angebote zur beruflichen Wiedereingliederung gemacht. Wer Interesse hat, den Umgang mit Computern zu erlernen oder zu verbessern, kann an einem Computerkurs teilnehmen, der zu einem anerkannten Abschlusszertifikat führt. Darüber hinaus steht der Computerraum außerhalb der Kurse für eigene Übungen zur Verfügung. Hier entsteht die Zeitschrift der Patientinnen, der Schwitzkasten, komplett im PC. Neben Arbeit und Therapie steht die Information: Im Patientenunterricht kann man alles über Sucht, medizinische Fragen und lebenspraktische Themen erfahren. Nicht nur die geistige, auch die körperliche Fitness will trainiert sein. Im Sport mit Turnhalle, Freigelände, Kegelbahn, Tischtennisraum, Hallenschwimmbad im Therapiezentrum Münzesheim usw. findet jede eine Möglichkeit, sich körperlich wieder zu regenerieren. Ganz wichtig für die Entwicklung neuer Verhaltensstrategien ist das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft der Patientinnen hilft, die Therapiezeit gut zu nutzen. Sie trägt über Krisen und Rückfallgefährdungen. Sie ist da, wenn es darum geht, einfach nur mit anderen Spaß zu haben. In der Gemeinschaft können neue Verhaltensstrategien erprobt und neue Erfahrungen gemacht werden. |